Junge Musiker liefern Qualität vom Feinsten ab

25. Juli 2019

Was der 20-Jährige aus Singapur stammende und jetzt in Wien lebende Cellist sowie der 16-jährige Bariton aus Oslo im Museum Zinkhütter Hof bei der Lieder- und Instrumentalmatinée ablieferten, war hochkarätig und Qualität vom Feinsten.


STOLBERG "Die Namen Brendan Goh und Aksel Rykkvin sollte man sich merken. Diese jungen Künstler wollen nach „oben“, und das zu Recht."

 

Begleitet wurden sie am Klavier von der Intendantin Patricia Buzari persönlich. Wie begnadet Brendan Goh ist, zeigte er gleich mit dem „Schwanengesang“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens und der berühmten „Elégie op. 24“ von Gabriel Fauré, dessen Vorliebe für die tiefen Töne dem Cello zugute kommen. „Wow!“, dachte wohl jeder Besucher, als der junge Norweger, Aksel Rykkvin, das deutsche Volkslied „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ von Johannes Brahms anstimmte. Auch in den drei weiteren Liedern zeigte Rykkvin seine große Klasse. Robert Schumann war an diesem Morgen mit der „Dichterliebe“ vertreten. Die Texte, Gedichte von Heinrich Heine, beschreiben den Weg vom gefühlvollen Liebeserwachen über den qualvollen Moment des Abgewiesenwerdens bis hin zur Erkenntnis, diese Liebe begraben zu müssen. Textsicher und stimmlich stark intonierte Rykkvin diese elf Stücke, in denen sich Empfindsamkeit, Weltschmerz und zarte Ironie mischen. Ein wenig schwermütig ging es mit der „Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op, 38“ weiter. Der junge Komponist Johannes Brahms hatte sie seinem Freund Josef Gänsebacher, einem großen Beethoven-Verehrer, gewidmet. Brahms, ebenfalls vernarrt in Beethoven, tat es ihm gleich und schuf ein beeindruckendes Kammermusikwerk, in dem Cello und Klavier gleichberechtigt agierten. Die „Folk Songs“ von Benjamin Brittens mit eigenwilligen Harmonien in der Klavierstimme waren bei Aksel Rykkvin „in besten Händen“. Ausdrucksstark und schwärmerisch brachte er sie zu Gehör. So war es nicht verwunderlich, dass das Schlussstück „The stream in the valley“, als Trio vorgetragen, ebenfalls von Britten stammte. Das Publikum war einfach nur begeistert, hatten die beiden Jungstars doch alle in ihren Bann gezogen. Dass das dritte Konzert des Klassik-Festivals „Momentum“ nun auch jungen Talenten im „YAC“-Project (Young Artists in Concerts) die Tore öffnet, ihr Können einem größeren Kreis vorzustellen, fand großen Anklang. Weiter geht es am heutigen Abend mit den Friday Nights with Yury Revich. Kurator Yury Revich (Violine) und Intendantin Patricia Buzari (Klavier) präsentieren Werke von Franziska Lebrun, Fanny Mendelssohn, Lilly Boulanger, Barbara Heller und Johanna Doderer, wobei letztere Komponistin aus Wien vor Ort sein wird. (VON MARIE-LUISE OTTEN)



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